Elke Wittelsberger
In Freud und Leid zum Lied bereit?
Das Oberwesterwälder Chorwesen im Wandel der Zeit

1. Aufl. 2001. 356 S. 24 x 17 cm. Gebunden
EURO 14,95 (unverbindliche Preisempfehlung)
ISBN 978-3-89796-057-2

Exklusiv über den Gardez! Verlag erhältlich.


Seit jeher kommen Menschen zusammen, um gemeinsam zu singen. Seit rund 200 Jahren tun sie dies auch in einer organisierten Form: dem Verein. Nachdem Gesangvereine zuerst in großen Städten entstanden waren, erreichten sie nach und nach auch die ländlichen Räume - so auch den Oberwesterwald. Wie konnte das Chorwesen im 19. Jahrhundert dort Fuß fassen? Von wem oder was wurde es beeinflusst? Welche Veränderungen erlebte es im Laufe der Geschichte? Sind Vereinsstrukturen bei den verschiedenen Chorgattungen (Männer-, Frauen-, Kinder-/Jugendchor, gemischter Chor) gleich? Gibt es Unterschiede zwischen weltlichen Chören und Kirchenchören? Fragen, die sich rückblickend am Ende des 20. Jahrhunderts stellen, einem Jahrhundert, das enorme gesellschaftliche Veränderungen mit sich brachte. Im ersten Teil der Untersuchung werden die Grundlagen dargestellt: Forschungsstand, definitorische Probleme, Fakten zur frühen Geschichte des Laienchorwesens, Zielsetzung und Methode sowie das Untersuchungsgebiet - der ehemalige Oberwesterwaldkreis, im Nordosten von Rheinland-Pfalz gelegen. Nach der kurzen Darstellung der Entwicklungsgeschichte des Chorwesens in Rheinland-Pfalz und in angrenzenden Gebieten von Nordrhein-Westfalen und Hessen wird ausführlich die Ausbreitung des Chorwesens im Untersuchungsgebiet und die Geschichte der regionalen Chorverbände aufgezeigt. Weitere Kapitel sind: Mitglieder- und Organisationsstrukturen, Vereinssymbolik, Liedgut, Chorleitung, die vielfältigen Aktivitäten von Chören sowie die Beziehungen von Vereinen untereinander. Zahlreiche Schaubilder verdeutlichen die Untersuchungsergebnisse. Dem Hauptteil folgen eine Dokumentation, die das erhobene Material in zumeist tabellarisch aufbereiteter Form anbietet, und ein Anhang mit Abbildungen und Musikbeispielen. Die Studie versteht sich als ein Beitrag zur Vereins- und Sozialgeschichte des ländlichen Raumes.

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