Duchamps "Fontäne" und ein gewöhnliches Pissoirbecken sind sinnlich
völlig gleich. Die "Fontäne" wird jedoch als Kunst gepriesen, und das
sinnlich gleiche Urinal wird als Nicht-Kunst diffamiert. Worin besteht
die Differenz dieser beiden Objekte, die doch völlig gleich zu sein
scheinen? Welche Kriterien sind für die Kunst-Kennzeichnung maßgebend?
Welche Prozesse laufen hier ab? Solche und ähnliche Fragen diskutieren
wir in unserem philosophischen Gespräch. Dabei gehen wir von den "Grundpositionen"
der Kunstbestimmung aus (Aristoteles, Leonardo und Jodl zur "Form";
Plotin, Hegel und Tolstoj zum "Inhalt"), behandeln sodann die "Weiterführungen
im 20. Jahrhundert" (Croce, Kandinsky und Heidegger mit "inhaltlichen
Bezügen"; Lützeler, Hamann und Kutschera mit "formalen Bezügen"; Wittgenstein,
Eco und Lyotard in "Kontextabhängigkeit"; Goodman, Beuys und Danto mit
"Werk-Annäherung") und fügen abschließend einige "Ergänzungen" hinzu,
die das "Erkennen" und das "Verstehen" in der Kunst betreffen und die
"Probleme mit der Originalität" ansprechen.
Armin Thommes hat folgende weitere
Bücher bei Gardez! veröffentlicht:
"Philosophie der Malerei"
"Die Farbe als philosophisches
Problem"
"Tractatus logico-graphicus"
"Katalog zum Tractatus
logico-graphicus"
"Posterkatalog 1"
