Simone Schinz
Sitte, Moral, Anstand und das Phänomen Öffentliche Meinung
im England des 18. Jahrhunderts

1. Aufl. 2004. 432 S. DIN A5. Broschur
EURO 34,95 (unverbindliche Preisempfehlung).
ISBN 978-3-89796-143-2
Publizistik im Gardez! Herausgegeben v. Michael Kunczik. Band 5

Exklusiv über den Gardez! Verlag erhältlich.


Die Studie beschäftigt sich mit Öffentlicher Meinung sowie politischer und gesellschaftlicher Kommunikation und deren Legitimationsstrategien. Ein Hauptaspekt des Buches zeigt, inwieweit das moralische Aufladen der Kommunikation und der vorgebrachten Argumente für den Kommunikationserfolg verantwortlich ist und zur Legitimation des eigenen Standpunktes beiträgt.
Des weiteren wird herausgearbeitet, dass für die Integration einer Gesellschaft verbindliche moralische Normen und Werte unabdingbar sind und dass diese die Kernelemente der gesellschaftlichen und politischen Kommunikation im England des 18. Jahrhunderts waren. Zugleich zeigt die Arbeit, dass damals der Verweis auf die Öffentliche Meinung der wichtigste Legitimationstopos war. Dies offenbart ein enormes Wissen über die sozialpsychologische Funktion der Öffentlichen Meinung.
Zugleich führte das Wissen über die Wirkungsmechanismen und die Funktion der Öffentlichen Meinung dazu, dass insbesondere in der Politik versucht wurde, die Öffentliche Meinung zu gewinnen und zu beeinflussen. Dadurch traten neben das Phänomen Öffentliche Meinung und den moralischen Legitimationstopos Öffentliche Meinung auch die Argumentationstopoi der genuinen, wahren Öffentlichen Meinung und der durch Manipulation verfälschten Öffentlichen Meinung. Durch den vehementen Parteienstreit wurden der Öffentlichen Meinung aber auch im Zuge gegenseitiger Delegitimation negative Charakteristika zugeschrieben.

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