Ringels Buch unternimmt den Versuch, Rainer Warnings Strukturmodell
der Komödie auf narrative Texte zu übertragen. Zu diesem Zweck diskutiert
Ringel im ersten Teil seiner Studie ausführlich die unterschiedlichen
Positionen zur Theorie des Komischen und entwickelt daraus eine eigene
theoretische Bestimmung sowohl des Komischen als auch seiner benachbarten
Phänomene, des Grotesken und des Humoristischen. Auf dieser Basis und
auf Grundlage narratologischer Modelle modifiziert er anschließend Warnings
Strukturmodell und überprüft es zum Abschluss anhand von E. T. A. Hoffmanns
Erzählung "Prinzessin Brambilla". Auf diese Weise entsteht gleichzeitig
ein wichtiger Beitrag zur Diskussion des Komischen als auch eine Interpretation
von "Prinzessin Brambilla" aus neuer Perspektive.
