Die Serie "Akte X" zählt zu den erfolgreichsten
Fernsehformaten der letzten 20 Jahre. Auf einzigartige Weise scheint
die Reihe den Nerv ihrer Zeit getroffen zu haben. Sie markiert nicht
nur den Beginn des Mystery-Booms der 90er Jahre sondern übte auch stilistisch
einen starken Einfluss auf nachfolgende Fernseh- und Kinoproduktionen
aus. Düstere, oft beklemmende und klaustrophobische Bilder transportieren
die undurchsichtigen Handlungsstränge. Die visuelle Gestaltung der X-Files
entfaltet eine eigene künstlerische Handschrift und die Storys wandeln
häufig auf dem schmalen Grat zwischen Wissenschaft und abergläubischen
Phantasmagorien.
Zum Start des aktuellen Kinofilms, "Akte X: Jenseits der Wahrheit",
spürt Christoph Nuehlen den Strukturen und Motiven der Serie nach und
führt zahlreiche Traditionsstränge auf, die in der eklektizistischen
Synthese des Serienkonzeptes zusammenlaufen.
