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Die Nationalbäuerliche Partei Rumäniens ebenso wie die Zeit
zwischen den beiden Weltkriegen waren und sind Objekte vielfältiger
historischer Mythenbildungen. In der Zwischenkriegszeit habe sich ein
präsozialistischer, linear verlaufender Modernisierungsprozess in
wirtschaftlicher und politischer Hinsicht ereignet, und die Nationalbäuerliche
Partei habe dabei eine noch positivere Rolle gespielt als die Nationalliberale
Partei Rumäniens. Auf einer breiten wirtschaftsgeschichtlichen Grundlage
wird in dieser Studie sowohl die Wirtschaftsdoktrin als auch die Wirtschaftspolitik
der Nationalbäuerlichen Partei analysiert. Der angenommene Erfolg
wird dadurch erheblich relativiert, dass die wichtigsten Vertreter des
Taranismus, wie Virgil Madgearu, im gesamten Untersuchungszeitraum agrar-populistische
Grundüberzeugungen vertraten. Weder in wirtschafts- noch in gesellschaftspolitischer
Hinsicht waren diese Annahmen - Überlegenheit einer als nicht-kapitalistisch
verstandenen bäuerlichen Familienwirtschaft gegenüber Großbetrieben,
die Genossenschaften als Demiurg einer idyllischen Agrarmodernisierung,
der Bauernstaat als intermundium zwischen Kapitalismus und Kommunismus
- geeignet, um Modernisierungsprozesse in der Landwirtschaft und der Industrie
Rumäniens anzustoßen.
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