Medizingeschichte

Nadine Metzger
Wolfsmenschen und nächtliche Heimsuchungen
Zur kulturhistorischen Verortung vormoderner Konzepte von Lykanthropie und Ephialtes

1. Aufl. 2011. 338 Seiten, DIN A5. Broschur
EURO 39,90
ISBN 978-3-89796-233-0
Studien zur Geschichte der Medizingeschichte und Medizingeschichtsschreibung.
Hrsg. v. Thomas Rütten (University of Newcastle). Band 4


Werwölfe und Sexualdämonen in der Antiken Medizin? Erst seit den Hexenverfolgungen der Frühen Neuzeit werden die einen mit der Lykanthropie, einer im antiken Formenkreis der Melancholien verorteten Krankheit, die anderen mit dem Ephialtes, dem epilepsieartigen Alpdruck, kurzgeschlossen. Die vorliegende Studie beleuchtet die von solchen Kurzschlüssen unabhängige Konzeptualisierung beider Krankheiten in der antiken Literatur und deren Fortentwicklung in patristischen und byzantinischen Quellen. Dabei werden vor allem die kulturellen Prägungen beider Krankheitsbilder herausgearbeitet. Inwiefern stellen Krankheitsentitäten wie Lykanthropie und Ephialtes Antworten der Ärzte auf den Dämonenglauben ihrer Zeit dar?

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