Silvia Lindner
Von Tadzios und Tootsies
Androgynie im Film

1. Aufl. 2003. 272 S. Zahlreiche Abbildungen. DIN A5. Broschur
EURO 24,95 (unverbindliche Preisempfehlung)
ISBN 978-3-89796-086-2
Filmstudien. Hrsg. von Thomas Koebner. Band 28

Exklusiv über den Gardez! Verlag erhältlich.


"Wir sind umso authentischer, je ähnlicher wir dem Traum werden, den wir von uns selbst haben", erklärt der Transsexuelle in Pedro Almodóvars Film "Todo sobre mi Madre" und blickt dabei auf seine Brustimplantate herab. Die Frage nach Mann oder Frau, Sein oder Schein und die Suche nach geschlechtlicher Gleichberechtigung und Identität münden im Begriff der Androgynie, der schon seit Platons Mythos vom Kugelmenschen die Geschlechter vereint, die Geister scheidet. Ist der Mann die selbstbewusstere Frau? Die Frau der sensiblere Mann? Im Zeichen der aufkommenden Unisex-Ära scheinen die Grenzen zwischen den Geschlechtern immer mehr zu verwischen.
Der Film als Spiegel der Gesellschaft und Medium der Aufklärung und Provokation befasst sich seit seinen Anfängen mit der Vermischung der Geschlechter, dem Verwirrspiel des Kleidertausches und der Mystifizierung des Uneindeutigen in den unterschiedlichsten Genres. "Von Tadzios und Tootsies" wendet sich der filmischen Darstellung des Mannes als Frau zu und differenziert zwischen einer natürlichen und einer künstlichen Androgynie, von der Stummfilmzeit bis hin zu den aktuellen Filmbeispielen des Gender-Crossings, von der "Perückenparade" des "Charley's Aunt"-Prinzips bis hin zur authentisch inszenierten Weiblichkeit des Mannes.

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