CHRISTIAN KANNWISCHER
Interdependenzen in den europäisch-amerikanischen Beziehungen
Eine empirische Indikatorenanalyse zu den transatlantischen Beziehungen nach dem Ende des Ost-West-Konflikts

1. Auflage 1999. 172 S. DIN A5. Broschur
EURO 24,95 (unverbindliche Preisempfehlung)
ISBN 978-3-89796-001-5
Politikwissenschaft im Gardez! Hrsg. v. Ulrich Druwe. Band 4

Exklusiv über den Gardez! Verlag erhältlich.


Die transatlantischen Beziehungen nehmen in der Politikwissenschaft traditionell einen wichtigen Platz ein. Während sich die meisten Studien in diesem Feld überwiegend deskriptiv auf die USA und Westeuropa konzentrieren, verwendet der Autor hier im Hinblick auf Akteure und Methoden einen anderen Ansatz: Er trägt den Umbrüchen nach dem Ende des Ost-West-Konfliktes Rechnung und schließt die Transitionsstaaten Mittel- und Osteuropas, über den Kreis der klassischen transatlantischen Akteure hinausgehend, mit in seine Untersuchung ein. Der Verfasser wählt einen empirischen Zugriff auf der Grundlage der in den Internationalen Beziehungen gegenwärtig dominierenden Interdependenztheorie. Daraus entwickelt er drei Sub-Interdependenz-Konzepte, die er als ökonomische, strategische und institutionelle Interdependenz bezeichnet. Anschließend formuliert er vierzehn Indikatoren zur Operationalisierung der Konzepte, die eine empirisch fundierte Bestandsaufnahme des Verflechtungscharakters der europäisch-amerikanischen Beziehungen ermöglichen. Die Analyse als Kern der Arbeit zeigt, dass die Beziehungen zwischen den USA und der EU größtenteils symmetrische Interdependenz aufweisen, während die zwischen den systematisch ausgewählten Staaten Mittel- und Osteuropas und der EU asymmetrischen Charakter haben. Das empirisch belegbare Datum bildet die Grundlage für die anschließende Frage nach den Effekten symmetrischer und asymmetrischer Interdependenz, d.h. nach bestehenden und potentiellen Konflikten zwischen den USA und Europa. Wie sollen die europäisch-amerikanischen Akteure diese Effekte steuern? Wie können sich die Staaten Mittel- und Osteuropas aus asymmetrischer Interdependenz befreien? Welche Instrumente stehen den Akteuren zur Verfügung? Diese Fragen künftiger Untersuchungen wirft der Verfasser in seinem Schlusswort auf.

Zum Autor

Christian Kannwischer ist auch Autor des Bandes
"Die Stabilisierungs- und Konsolidierungspolitik der EU gegenüber Mittel- und Osteuropa".
Außerdem ist er Mit-Autor der Bände
"Politik und Werbung" (mit Ulrich Druwe)
und
"Bevölkerungsentwicklung und Migrationsdruck" (mit Katja Schwarz)