Leichte Tiefe - komischer Ernst - ein scheinbar paradoxer Titel. Er
beschreibt aber besonders gut, was die zeitgenössische französische
Filmkomödie auszeichnet. Die Filmkomödie hat in Frankreich eine lange
Tradition. Während sie vom französischen Publikum sehr geschätzt wird,
tun sich französische Filmwissenschaftler schwer mit ihr. Ganz anders
bei Wissenschaftlern, die nicht aus Frankreich stammen. "Leichte Tiefe
- komischer Ernst" ist die erste Studie zu diesem Thema. Sie widmet
sich der Frage nach der Genrezuordnung, der Begriffsdiversifizierung
und der großen Bandbreite der Komödienformen. Ein weiteres zentrales
Thema ist der komplexe Zusammenhang von Komik, Lachen und Humor. Diese
Arbeit liefert zudem einen Überblick über die französische Filmkomödientradition
seit ihren Anfängen von Max Linder, Fernandel, Jacques Tati, Louis de
Funès, Pierre Richard, Les Bronzés bis hin zu Coline Serreau, Francis
Veber, Cédric Klapisch, Etienne Chatiliez, Jean-Pierre Jeunet und vielen
anderen. Die fünf zeitgenössischen Komödien "Drei Männer und ein Baby",
"Typisch Familie", "Dinner für Spinner", "Tanguy" und "Die fabelhafte
Welt der Amelie" werden ausführlich im Hinblick auf ihre Komik- und
Mithandlungsangebote analysiert. Es zeigt sich, dass sie in ihren besten
Momenten Komikangebote bergen, die auf leichte Weise weitaus tiefer
gehen können, als dies bisher in Frankreich anerkannt wird.
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