In der jahrelangen Zusammenarbeit kroatischer und deutscher Hochschullehrer
und Studenten entwickelte sich unter internationaler Beteiligung eine
tiefgehende Diskussion um die hermeneutische Philosophie. Sowohl die
grundlagentheoretische Diskussion um die hermeneutische Philosophie
als auch die kritische und die methodologische hermeneutische Dimension
unter Einschluss aller relevanten Nachbardisziplinen sollen in der "Studia
hermeneutica" ihren Ausdruck finden. An das historische und systematische
Problembewusstsein in ihrer Grundorientierung und Facettenfülle reicht
keine andere philosophische Richtung heran. Sie soll zum universellen
Gespräch und zur Selbstverständigung der miteinander Sprechenden anregen.
Die "Studia hermeneutica" wurden 1995 als internationale Zeitschrift
begründet und beinhalten mehrsprachige Beiträge (dt., engl., frz.).
Sie richten sich an Philosophen, grundlagentheoretisch orientierte Einzelwissenschaftler
sowie an interessierte Studierende.
Studia hermeneutica Bd. 1
/ 1995:
1. Hans Ineichen: Verstehen, Auslegen und Kritik.
2. Erwin Hufnagel: Max Schelers Wissenschaftsphilosophie. Die Konturen
einer monadologischen Hermeneutik.
3. Jure Zovko: Zur Aktualität der Schlegelschen Hermeneutik.
4. Peter Kampits: Abschied von der Metaphysik - Morgenröte der Ethik.
5. Marie-Elise Zovko: Wilhelm G. Jacobs. Gottesbegriff und Geschichtsphilosophie
in der Sicht Schellings.
Studia hermeneutica Bd. 2
/ 1996:
1. Erwin Hufnagel: Zu Diltheys Kritik der historischen Vernunft.
2. Jean Greisch: Psychoanalyse et herméneutique: une recontre "du troisième
type"?
3. Hans Ineichen: Philosophie ohne Wahrheit? Zum Philosophieverständnis
von R. Rorty.
4. Marie-Elise Zovko: The renaissance of Jacob Boehme in German Romantic
Philosophy: Fr. v. Baader's "Natural Philosophy of Christianity".
Studia hermeneutica Bd. 3
/ 1997:
1. Erwin Hufnagel: Schelers Idolenlehre. Ein Beitrag zur phänomenologischen
Kritik der Hermeneutik.
2. Jean Greisch: Das Verständliche und das Unverständliche. Das Problem
des Irrationalen in Heideggers Hermeneutik der Faktizität.
3. Hans Ineichen: Verstehen und Anerkennung. Zum Problem des Fremdverstehens.
4. Edo Pivcevic: Truth and Certainty.
5. Xavier Tilliette: Hegel et l'intuition intellectuelle.
6. Jure Zovko: Hermeneutische Apekte des Gewissens. Eine Auseinandersetzung
mit M. Heidegger.
7. Josip Talanga: Deduktion des Sittengesetzes bei Kant.
Studia hermeneutica Bd. 4
/ 1998:
1. Erwin Hufnagel: Der Begriff der Gerechtigkeit in Platons Nomoi
2. Hans Ineichen: Gerechtigkeit als private und öffentliche Tugend
3. Ivan Kordic: Verstehen bei Karl Jaspers
4. Edo Pivcevic: Leibniz und die Frage Warum?
5. Igor Primoratz: Justice for homosexuals
6. Josip Talanga: Gerechtigkeit bei Kant
7. Jure Zovko: Topicality of Plato´s justice
8. Jean Greisch: Der Begriff des Gerechten in der Hermeneutik Paul Ricurs
Außerdem:
Book Reviews
Davor Pecnjak
Edo Pivcevic: What is Truth?
Studia hermeneutica Bd. 5
/ 1999:
1. Erwin Hufnagel: Dilthey: Geschichtlichkeit
2. Otto Pöggeler: Zeit und Hermeneutik
3. Jure Zovko: Temporalität der ousia?
4. Hans Ineichen: Warum sind Zeitlichkeit und Geschichtlichkeit ontologische
Bestimmungen?
5. Jean Greisch: "Erzählen": philosophische und anthropologische Implikationen
von Paul Ricurs Theorie der dreifachen Mimesis
6. Xavier Tilliette: O Vergangenheit, Du Abgrund der Gedanken!
Studia hermeneutica Bd. 6
/ 2000:
Heftthema: Angewandte Ethik
1. Erwin Hufnagel: Zerstreute Anmerkungen zu Kants praktischer Philosophie
2. Hans Ineichen: Die Unantastbarkeit des Lebens
3. Xavier Tilliette: Hermeneutik und Ethik nach Luigi Pareyson (1918-1991)
4. Jean Greisch: Psychoanalyse und Ethik
5. Hans-Martin Sass/Rita Kielstein: Feststellen, Verstehen und Auslegen
des Patientenwillens beim klinischen Entscheidungskonflikt
6. Jure Zovko: Grenzen der praktischen Philosophie
Erwin Hufnagel ist Autor der Gardez!-Bücher
"Einführung in die Hermeneutik" und
"Der Logos des Konkreten".
Bitte beachten Sie auch den Titel:
"Ethos - Sinn - Wissenschaft. Historisch-systematische
Perspektiven einer philosophischen Pädagogik. Festschrift für Erwin
Hufnagel"
