Unerfüllbare Sehnsucht nach Heimat - die Volkserzählung kennt einen
zauberhaften Ort, der sich immer weiter entfernt, je näher man ihm zu
kommen versucht. Auch Heimat bleibt in diesem Sinne unerreichbar. Man
weiß, dass sie existiert, auch wenn man niemals wirklich dort gewesen
ist. Heimat, so der Philosoph Ernst Bloch (Das Prinzip Hoffnung), ist
"etwas, das allen in die Kindheit scheint, und worin noch niemand war".
In eine ferne Vergangenheit entrückt, bleibt die Heimat ein ewiges Suchbild,
die Heimkehr eine endlose Suchbewegung. Aus diesem Grund entzünden sich
an dem Thema der Heimat Phantasien - in der Literatur, im Film, im Leben.
Das Bild der Heimat ist stets ein persönliches, nicht objektivierbares
- so sehr es auch an geografische, politische oder historische Fakten
gebunden sein mag. Die Kluft, die sich dabei nicht selten zwischen der
vorgestellten und der realen, der vermissten und der erlebten Heimat
auftut, macht die Auseinandersetzung mit ihr zu einer besonderen Herausforderung,
der sich die Autoren des vorliegenden Buches stellen.
Ausgangspunkt des Buches war eine Ringvorlesung an der Johannes Gutenberg-Universität
Mainz zu dem Thema Heimat in Literatur und Film.
Zur Herausgeberin
Fabienne Liptay
Zur Herausgeberin Susanne Marschall
Fabienne Liptay ist auch Autorin des Gardez!-Bandes
"WunderWelten. Märchen im Film"
Susanne Marschall hat folgende weitere
Bücher bei Gardez! veröffentlicht:
"Mythen der Metamorphose"
"Ladies, Vamps, Companions"
(Hrsg., mit Norbert Grob)
"Wir sind alle Menschenfresser"
(Hrsg., mit Bodo Witzke)
