Brasilien lässt sich nicht mit nur einer Optik erfassen; das Land sperrt
sich der kalten Analyse. Ob es ein "Land der Zukunft" ist, wie einmal
Stefan Zweig geschrieben hat, darf bezweifelt werden. Die 'Zukunft'
der Brasilianer liegt doch wohl eher in ihrer Gegenwart - in ihrer Vitalität
und dem Talent, sich über die banale Wirklichkeit immer wieder hinwegzusetzen.
"Die Luftschlösser von Rio" sind literarische Aquarelle und keine Kupferstiche;
mit leichter Hand geschrieben, handeln sie von Geschichten aus Brasilien,
Anekdoten und Miniaturen. Der Band beansprucht keineswegs, eine umfassende
Landeskunde oder eine tiefschürfende Analyse über Brasilien zu sein.
Die Geschichten wollen mit Genuss gelesen werden. Die Sinnlichkeit,
die Farben und Facetten des riesigen tropischen Landes sind darin eingefangen.
Das Buch ist gedacht für alle, die Vergnügen daran haben, mit den Augen
zu reisen und sich auf den Schwingen der Vorstellungslust wegtragen
zu lassen, ohne gleich die Koffer packen zu müssen.
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