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Das Grundproblem
der Individualität stellt sich in der Philosophie David Humes und Adam
Smiths nicht als Frage nach Subjektautonomie und persönlicher Identität.
Im Vordergrund steht vielmehr die Frage, welche sozialen und kulturellen
Formen eine situationsgebundene Aktualisierung anthropologischer Dispositionen
und die ästhetische Stilisierung von Selbstbewusstheit ermöglichen. Im
Zeitalter der beginnenden massenkommunikativ ausgerichteten Lese- und
Printkultur rückt aber bereits die Nichtselbstverständlichkeit von Kontexten
und wenig später auch von Medien in den Blick, die eine reflexive Bewusstheit
zu aktualisieren erlauben. In der nachaufklärerischen Romanliteratur bei
Smollett, Galt und Hogg, aber vor allem in Scotts fiktionalen und kommentierenden
Schriften verlaufen die Konfrontationslinien weniger zwischen literarischen
und philosophischen Diskursen mit ihren vergleichbaren Komplexitäts-Niveaus
als zwischen dem Schreiben und andersmedialen Wahrnehmungsmodellen: zwischen
theatralischen und nur mehr imaginären Inszenierungs-Spielräumen von Personalität.
Die hier vorgelegte Rekonstruktion einer kontinuierenden Problemorientierung
von Aufklärungsphilosophie und nach-aufklärerischer Literatur in Schottland
nimmt die diskurshistorische Verflechtung von Anthropologie und Ästhetik
darüber hinaus zum Anlass, die Frage nach der möglichen Aktualität systematisch
verwandter Ansätze in Literatur- und Medienanthropologie aufzuwerfen.
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Autorin

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