Mathias Friedel
Der Volksbund für Frieden und Freiheit (VFF)
Eine Teiluntersuchung über westdeutsche antikommunistische Propaganda im Kalten Krieg und deren Wurzeln im Nationalsozialismus

1. Aufl. 2001. 200 S. DIN A5. Broschur
EURO 24,95 (unverbindliche Preisempfehlung).
ISBN 978-3-89796-054-1
Publizistik im Gardez! Hrsg. v. Michael Kunczik. Band 3

Exklusiv über den Gardez! Verlag erhältlich.


Das Buch widmet sich einem Teil des Ost-West-Konfliktes in der frühen Bundesrepublik Deutschland, der neben der "Großen Politik" der Adenauer-Ära bestand: der Kalte Krieg der Propaganda. Untersucht wird anhand unveröffentlichter Quellen der 1950 gegründete Volksbund für Frieden und Freiheit e.V. (VFF). Er gehörte der Vielzahl antikommunistischer Privatagenturen an, die sich in Westdeutschland seit Beginn der 50er Jahre konstituiert hatten und derer sich der bundesdeutsche Staatsapparat bediente. Außergewöhnlich war der Volksbund wegen seines Gründers und Kopfes Eberhard Taubert. Denn er hatte den Antikommunismus als Profession bereits in Goebbels' Propaganda-Ministerium betrieben, indem er dort eine Propaganda-Agentur, die "Antikomintern e.V.", leitete, als deren Nachbildung der VFF gelten kann. Daher behandelt das Buch die Konstruktion und Umsetzung antikommunistischer Feindbilder durch den Volksbund mit Hinblick auf die Antikomintern als Vorbild. Anhand zeitgeschichtlicher Ereignisse der 50er und 60er Jahre werden die propagandistische Tätigkeit des VFF, seine Reaktionen und grundlegende Argumentationen aufgezeigt. Daneben werden auch die Organisation, interne Struktur und Arbeitsweise des VFF sowie sein Verhältnis zum Staatsapparat geschildert. Den Schluss der Untersuchung bildet der grundlegende politische Wandel mit der Ostpolitik der Regierung Brandt, wodurch im Jahr 1970 das Ende des Volksbundes in seiner bisherigen Form erfolgte.

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