Als Leinwandhelden sind Künstlerfiguren populär: Maler, Musiker, Bildhauer,
Dichter, Filmemacher - besonders geniale und leidenschaftliche, in der
Krise oder an der Grenze zum "Wahn-Sinn". Man denke nur an
Foremans Amadeus. Über die eigene Lebensgeschichte hinaus verweist der
Künstler als "exemplarisch Leidender" auch auf das historische
Bedingungsgefüge seiner Kunst und nicht zuletzt auf geschlechtsspezifische
Differenzen. Die Filmemacher interessiert jedoch nicht nur die Re-Inszenierung
historischer Künstler-Persönlichkeiten. Neben dem Genre der Künstlerbiographien
haben sich diverse Spielarten des selbstreflexiven Films ausgebildet,
die mit fiktiven Künstlerfiguren operieren. Gerade in der post-modernen
Ästhetik wird das kunsthistorische Material zum "Vor-Bild"
der filmischen Bildkomposition, beispielsweise in Godards Passion.
Der Band enthält Beiträge u.a. von: Knut Hickethier, Barbara Schrödl,
Günter Giesenfeld, Norbert Grob, Astrid Schünemann, Jürgen
E. Müller, Burkhard Röwekamp und Ernst Schreckenberg.
Jürgen Felix ist auch Herausgeber des Gardez!-Buches
"Unter die Haut"
