Stefan Elit
"Die beste aller möglichen Sprachen der Poesie"
Klopstocks wettstreitende Übersetzungen lateinischer und griechischer Literatur

1.Auflage 2002. 492 S. DIN A5. Broschur
EURO 49,90 (unverbindliche Preisempfehlung)
ISBN 978-3-89796-077-0
Die Antike und ihr Weiterleben. Hrsg. von Heinz Gerd Ingenkamp. Band 3


Die Studie geht dem sprachpatriotischen Denken und Schreiben eines der historisch bedeutendsten deutschen Schriftsteller, Friedrich Gottlieb Klopstock, sowie dessen Verhältnis zu den antiken "Klassikern" nach. Der Autor setzt sich dafür mit einem Übersetzungsunternehmen auseinander, das Klopstock in seiner späten Poetik (Grammatische Gespräche, 1794) in Szene gesetzt hat: Er übersetzte dort "klassisch" antike Literatur, um seine deutschen Fassungen als poetisch besser zu erweisen, und zwar sowohl gegenüber Übersetzungen in andere moderne Nationalsprachen als auch gegenüber den Originalen selbst. Es handelt sich also um ein Unternehmen, das auf besondere Weise internationale sprachpatriotische Aspekte und eine wettstreitende Rezeption der Antike in sich vereinigt. Wie genau dies funktionieren konnte, wird hier zu eruieren versucht, indem zum einen den Übersetzungen selbst philologisch genau nachgegangen wird, und zum anderen der kulturelle Horizont dieses Unternehmens rekonstruiert wird. Bei aller Eigenheit des Unternehmens kann dabei neben den zeitgenössischen Kulturquerelles schließlich vor allem das Leibnizsche Universalsprachenkonzept zur Erklärung dieses Vorhabens, die beste aller möglichen Sprachen der Poesie zu erweisen, herangezogen und so nicht zuletzt eine grundsätzliche literarische Signatur für Klopstock und seine Zeit besser erfaßt werden.

Zum Autor

Stefan Elit ist auch Mitherausgeber des Gardez-Bandes
"Antike - Lyrik - Heute. Griechisch-römisches Altertum in Gedichten von der Moderne bis zur Gegenwart"