Das griechisch-römische Altertum und seine literarischen Zeugnisse dienen Lyrikern der Gegenwart wie etwa Durs Grünbein, Thomas Kling, Barbara Köhler, Uwe Kolbe und Raoul Schrott offenbar als wieder entdeckte Bezugsgröße und Inspirationsquelle. Diese Autoren knüpfen damit nicht nur an die Tradition der literarischen Moderne von Charles Baudelaire bis Gottfried Benn an, sondern stehen in einer mitunter strittigen Wechselbeziehung zu Literatur- und Kulturwissenschaften, zur Alt- und Neuphilologie.
Die Beiträge des vorliegenden Bandes durchdringen diese aktuelle Entwicklung, deren Spektrum hier erstmals in sich ergänzenden Einzelstudien erfasst wird, nicht zuletzt im Hinblick auf die elementare Brückenfunktion der klassisch-lyrischen Moderne. Der Band versammelt hierfür Erträge einer wissenschaftlichen Tagung („Antike – Lyrik – Heute“, Paderborn 2009) wie auch weitere wissenschaftliche Beiträge, etwa von Karl Heinz Bohrer, sowie eine neue literarische Arbeit von Uwe Kolbe.
Dr. Stefan Elit ist Akademischer Rat am Institut für Germanistik und Vergleichende Literaturwissenschaft (Bereich NDL) der Universität Paderborn, Dr. Kai Bremer ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Neuere deutsche Literatur und Kulturwissenschaft (Prof. Dr. Uwe Wirth) an der Univ. Gießen und Dr. Friederike Reents ist wissenschaftliche Assistentin am Lehrstuhl für Neuere Deutsche Literatur (Prof. Dr. Helmuth Kiesel) an der Univ. Heidelberg und Studiendozentin für Literaturkritik, Literaturtheorie und Literarische Wertung ebenda.
Stefan Elit ist auch Autor des Gardez-Bandes
"Die beste aller möglichen Sprachen der Poesie. Klopstocks wettstreitende Übersetzungen lateinischer und griechischer Literatur"
