RUDOLF GÜNTER DEINERT
Institutionenvertrauen, Demokratiezufriedenheit und Extremwahl
Ein Vergleich zwischen westdeutscher Rechts- und ostdeutscher PDS-Wahl

1. Aufl. 1997. 196 S. DIN A5. Broschur
EURO 19,95 (unverbindliche Preisempfehlung)
ISBN 978-3-928624-43-5
Politikwissenschaft im Gardez! Hrsg. v. Ulrich Druwe. Band 1

Exklusiv über den Gardez! Verlag erhältlich.


Die seit Mitte der 80er Jahre immer wiederkehrenden Wahlerfolge rechtsextremer Parteien (Republikaner, DVU und NPD) in Westdeutschland und seit 1990 auch der linksextremen Partei PDS in Ostdeutschland stellen die Wahlforschung vor die Herausforderung, nach den Ursachen für ein solches "abweichendes" Wahlverhalten zu suchen. In der vergleichenden empirischen Studie wird der Frage nachgegangen, welche Relevanz Politikverdrossenheit als Motiv für die Wahl rechtsextremer Parteien im Westen und der PDS im Osten Deutschlands zukommt. Repräsentative Umfragen der Jahre 1992 bis 1994 bilden hierfür die Datengrundlage. Als Indikatoren der zunehmenden Politikverdrossenheit dienen vor allem zurückgehende Werte bei der Frage nach der Demokratiezufriedenheit und dem Vertrauen in politische Institutionen. Dabei reichen die Interpretationen der gemessenen Abwärtstrends von einer lediglich kurzfristigen Enttäuschung bis zu einer tiefen Akzeptanzkrise der demokratischen Ordnung. Daher ist die zweite wichtige Frage der Studie, was diese beiden Indikatoren überhaupt messen. Politikverdrossenheit ist nur eines von vielen möglichen Motiven für die Wahl links- und rechtsextremer Parteien. Daher werden sowohl die bislang vorliegenden Befunde der empirischen Forschung ausführlich und systematisch dargestellt als auch weitere Erklärungsfaktoren in die empirischen Analysen einbezogen.

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