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Peter J.W. Debye (1884-1966), Chemie-Nobelpreisträger von 1936, galt
schon zu Lebzeiten als einer der
bedeutendsten Naturwissenschaftler des Jahrhunderts. Er
steht für den interdisziplinär denkenden Wissenschaftler, der keine Fachgrenzen
kennt. Der Sohn eines Handwerkers studiert Elektrotechnik, promoviert
in theoretischer Physik, macht Karriere als Professor für theoretische
und experimentelle Physik und bekommt den Chemie-Nobelpreis. Wegen seiner
Vielseitigkeit wird er auch als "Marco Polo der Wissenschaft" bezeichnet.
Der Forscher lebt und lehrt an den berühmtesten Universitäten in Europa
und den USA. Ihm war das Denken und Leben in nationalen Grenzen und Begrenztheiten
fremd. Grenzüberschreitend sind auch die Artikel des vorliegenden
Buches. Es vereint Beiträge niederländischer und deutscher Autoren in
deutscher, englischer und niederländischer Sprache - alle drei Sprachen
spielten auch im Leben Debyes eine wichtige Rolle.
Die Autoren des Buches beleuchten Debyes Leben, seine wissenschaftliche
Leistung und sein Werk. Dabei verwenden sie bisher noch nicht veröffentlichtes
Material aus dem Besitz privater Sammler. Drs. Judith Schotman aus Zeist
gelingt eine ausgesprochen lebensnahe Darstellung von Debyes Jugendzeit
in Maastricht. Sie konnte das Lebensgefühl und die Welt des Heranwachsenden
nicht zuletzt deshalb so gut nachempfinden, weil sie selber in Limburg
aufgewachsen ist. Gleiches gilt für Tatjana Beckers aus Aachen, deren
Elternhaus sich nur unweit von den Wohnorten der Vorfahren Debyes befindet
und sie selber sowohl Limburgisch als auch Niederländisch versteht. Die
Verfasserin zeichnet die verschiedenen Stationen seines Lebenswegs nach
und würdigt ebenso seine wissenschaftliche Leistung. Auf letzteres konzentriert
sich Professor Dr. H.A.M. Snelders von der Universität Utrecht. Der niederländische
Technik-Historiker verortet das Werk Debyes im naturwissenschaftlichen
Zusammenhang des 20. Jahrhunderts und stellt somit die Leistung des Maastrichters
in den wissenschaftlichen Kontext.
Zu
Christian Bremen
Christian Bremen ist auch Verfasser des Gardez!-Buches
"Das Standesamt der Weltpresse"
Außerdem ist er Mitherausgeber der Bände
"Aachener Nobelpreisträger?"
"Europa studieren. Festschrift für
Kurt Hammerich"
und
"Die Europäische Union als
Rechts- und Verfassungsraum"

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