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Der Band vereint zwölf Studien zur deutschen Literatur vom frühen 19.
Jahrhundert bis zur Gegenwart. Die Reihe der behandelten Autoren reicht
von August von Kotzebue über Theodor Däubler, Frank Wedekind, Eduard von
Keyserling, Franz Kafka bis zu Heinar Kipphardt, Heiner Müller und dem
früh verstorbenen DDR-Dramatiker Georg Seidel. Das methodische Spektrum
umfasst semiotisch- strukturalistische, systemtheoretische, simulationstheoretische,
diskurs- und interdiskursanalytische Ansätze sowie einen Beitrag über
Oral History. Entstanden sind die meisten Beiträge im Zusammenhang mit
verschiedenen Dissertationsprojekten, die inzwischen abgeschlossen wurden
oder an denen noch gearbeitet wird. Es geht demnach um literaturwissenschaftliche
Fragestellungen und Konzepte im Arbeitsprozess. Die vorgetragenen theoretischen
Überlegungen und die textanalytischen Erprobungen wollen keine fertigen
Lösungen anbieten, sondern Fragen aufwerfen und Anregungen zu weiterführenden
Reflexionen geben; Splitter, Abfälle, Seitensprünge, die durch Heterogenität
der theoretisch-methodischen Ansätze gekennzeichnet sind - "unverdaute
Fragezeichen", um es mit der in den Titel aufgenommenen Wendung aus einem
Brief Eduard von Keyserlings zu sagen, der in diesem Band erstmals abgedruckt
wird.
Zu
den Herausgebern:
Holger Dauer
Benedikt Descourvières
Peter W. Marx
Benedikt Descourvières ist Autor der Gardez!-Bücher
"Utopie des Lesens"
"premiere. ambition und entertainment
im musical"
"Kriegs-Schnitte"

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