Die vier Alien-Filme sind jeder für sich Meilensteine des Science-Fiction-Kinos,
mit denen sich die Filmwissenschaft intensiv beschäftigt hat. Diese
Studie ergänzt den Forschungsstand um eine neue Methode, nämlich die
Betrachtung der Filme anhand von Standardsituationen, und berücksichtigt
zusätzlich AVP: Alien vs. Predator.
Standardsituationen sind archetypische Sequenzen, die im Kino ständig
neu komponiert und variiert werden und aus denen sich die dramaturgische
Struktur eines Films zusammensetzt. Dieser Band beschäftigt sich mit
vier exemplarischen Standardsituationen, die sich in jedem der fünf
Alien-Filme wiederholen: gemeinsames Essen, Geburt, medizinische
Untersuchung und finaler Zweikampf. Die Alien-Filme eignen sich
gerade deshalb gut für diese Form der Untersuchung, weil sie alle von
einem jeweils anderen Zeitgeist und Regisseur - Ridley Scott, James
Cameron, David Fincher, Jean-Pierre Jeunet und Paul W. S. Anderson -
geprägt sind, deren Motivik und Stil auf diese Weise entschlüsselt werden
kann. Die Analyse der Inszenierung von Standardsituationen zeigt außerdem,
wie der filmische Schrecken bewusst intendiert und kalkuliert wird.
