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Am 23. August 1944 verließ Rumänien das Bündnis mit
dem Deutschen Reich, um den Krieg an der Seite der Alliierten fortzusetzen.
Gleichzeitig geriet das Land durch den Einmarsch der Roten Armee in den
unmittelbaren Einflussbereich der Sowjetunion. Die Führer der rumänischen
Opposition gegen die Militärdiktatur des Marschalls Ion Antonescu, Iuliu
Maniu von der Nationalen Bauernpartei (PNT) und Constantin "Dinu"
Bratianu von der Nationalliberalen Partei (PNL), standen vor dem Dilemma,
die Einführung des Kommunismus in Rumänien zu verhindern und gleichzeitig
ein Auskommen mit Stalin zu finden. In der Zwischenkriegszeit und auch
während des Krieges hatten sich beide Politiker als unnachgiebige Gegner
nicht nur der Sowjetunion, sondern auch der Rumänischen Kommunistischen
Partei (PCR) gezeigt. Nun stand ihr Land unter der Aufsicht der von der
Sowjetunion dominierten Alliierten Kontrollkommission und die rumänischen
Kommunisten beanspruchten eine Beteiligung an der politischen Macht mit
einem eigenen Programm. Maniu und Bratianu mussten sich entscheiden, ob
sie die Konfrontation mit den Kommunisten wagen oder unter den neuen politischen
Rahmenbedingungen eine Politik der Zusammenarbeit suchen sollten. Beide
Politiker entschieden sich für einen Kurs der Auseinandersetzungen. Dabei
stützten sie ihre Strategie auf die Hilfe der USA und Großbritanniens,
auf die Unfähigkeit der Kommunisten, Rumänien überhaupt regieren zu können,
auf Meinungsverschiedenheiten in der Regierungskoalition, als am 6. März
1945 die Regierung Petru Groza nach einer sowjetischen Intervention eingesetzt
worden war, und auf die Menschen in Rumänien, die in ihrer überwältigenden
Mehrheit dem Kurs von PNT und PNL folgten. Mit der Außenministerkonferenz
von Moskau im Dezember 1945, als die Versuche der Westmächte schließlich
gescheitert waren, die Regierung der Nationaldemokratischen Front im Sinne
der bürgerlichen Parteien umzugestalten, war Rumänien endgültig zu einem
Satellitenstaat der Sowjetunion geworden, und in den folgenden Jahren
führte die PCR nahezu ungehindert die Sowjetisierung des Landes durch.
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