Der spanische Regisseur Julio Medem zählt unbestritten
zu den eigenwilligsten und faszinierendsten Autorenfilmern der Gegenwart.
Seine Werke zeichnen sich durch eine komplexe und verschlungene Erzählstruktur
sowie durch prägnante und poetische Bilder aus. Anhand der ersten fünf
Spielfilme des Regisseurs werden in der vorliegenden Studie die immer
wiederkehrenden Gemeinsamkeiten und Variationen von Themen und Stilmerkmalen
innerhalb seiner Filme herausgearbeitet. Durch seinen phantasievollen
Erzählstil, der engen Verflechtung zwischen Landschaft und Figuren,
sowie dem Bestreben, die Grenzen zwischen Phantasie und Realität verschwimmen
zu lassen, beweist Medem immer wieder, dass es genügt, die unendliche
Vorstellungswelt - von sich selbst und "seinen Figuren" - zu erforschen,
um neue und phantastische Geschichten zu erzählen.
