Sind Staaten oder staatsanaloge Gemeinschaften befugt, Zwangsgewalten
einzusetzen? Dieser Fragestellung geht die Studie systematisch nach.
Dazu werden zwei geläufige Modelle der Staatsphilosophie, das aristotelische
"Harmonie-Modell" und das hobbessche "Konflikt-Modell", kurz eingeführt;
sie verfehlen aber das Legitimationsproblem bzw. Scheitern am sogenannten
Trittbrettfahrer-Dilemma. Eine Lösung - so die zentrale These - bietet
allein eine transzendentalpragmatische Reflexion auf die Präsuppositionen
der zur Debatte stehenden Fragestellung. Nach einem Rückgriff auf die
Kantische Staatsphilosophie und deren Kritik führt der transzendentalpragmatische
Ansatz über die Frage nach der Legitimität der Bildung von Gemeinschaften
und deren Ausstattung mit Sanktionsmacht bis zur Begrenzung der legitimierten
Zwangsgewalt in den grundlegenden Rechten des einzelnen.
Marcus Beiner schrieb auch den Gardez!-Band
"Diskursprinzip und wirtschaftliches
Handeln"
