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Susanne Schulz
Die Figur im Theater Christoph Marthalers

Franz Anton Cramer in "Theater heute" (Februar 2003):

Susanne Schulz, Absolventin der Gießener Kaderschmiede für innovative Theateranwendungen und seither an vielen Fronten des Bühnenalltags im Einsatz (...), fragt nach Wirkungsweise, Wesen und Wirklichkeit der "Figur" in Marthalers Theaterproduktion. Damit hat sie sich wahrlich ein weites Feld vorgenommen. Aber Schulz lässt sich nicht einschüchtern - weder vom theaterwissenschaftlichen Theoriedschungel noch von akademischen Sprachzwängen. Und so hat sie reiche Ernte eingefahren vom Acker der Marthalerei. (...) Vergleichende Analysen haben generell den Vorzug, nicht ins Spekulative abzugleiten. Das ist auch Schulz' Trumpf: Sie kehrt immer zurück zur beschreibenden Methodik (...). Klar und anschaulich sind auch Schulz' analytische Beschreibungen einzelner Marthaler-Produktionen (...). Was in der theaterwissenschaftlichen Literatur sonst zu verdrießlichem Klappern mit dem Jargonbaukasten führt, hat Schulz zu komparatistischer Schärfe aufpoliert: aus dem geschulten Sehen einen gelenkten Verstehensvorgang begründen.

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