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Eberhard Nembach
Stalins Filmpolitik

Malte Hagener in MEDIENwissenschaft 4 / 2002:

Nembach ist mit "Stalins Filmpolitik" eine gut lesbare und aufwändig recherchierte Studie gelungen, die sicher einen Standard für die weitere Erforschung des russischen und sowjetischen Kinos setzen wird. (...) (Nembach) füllt eine auch international bestehende Forschungslücke.

FILMGESCHICHTE 16/17:

Im Mittelpunkt dieser Untersuchung stehen die politisch-organisatorischen Maßnahmen beim Umbau der sowjetischen Filmindustrie in den 30er Jahren. (...) Dies (ist ein) erstaunlich spannendes Buch, weil auch neue Archivmaterialien erschlossen wurden. Was man zum Teil gar nicht glauben möchte, wird durch 549 Quellenhinweise belegt.

Daniel Hajdarovic in der "Marburger Neuen Zeitung" vom 27. Juni 2002:

Das Bemerkenswerte an Eberhard Nembachs Studie über "Stalins Filmpolitik" (ist) nicht bloß die gelungene, detaillierte Nachzeichnung des Systems der Überwachung und ideologischen Steuerung der Filmindustrie. Bemerkenswert ist vor allem, dass Nembach die Entstehung einer bis in unsere Zeit prägenden russischen Volkskultur beschreibt, die in jenen Filmen ihren Anfang nahm. (...) An Nembachs Studie wird niemand vorbeikommen, der sich wissenschaftlich damit beschäftigt, wie Stalin den Film als wohl wichtigstes Medium der Propaganda instrumentalisierte (...). Aber auch der cineastisch interessierte Laie kann mit dieser Arbeit sicher geglaubte Erkenntnisse kritisch überprüfen.

Günter Agde in "H-Soz-u-Kult"/2002:
(http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/id=1182)

Eberhard Nembach legt mit seiner Dissertation über die Stalinsche Filmpolitik von 1929 bis 1938 eine außerordentlich interessante und vor allem enorm materialreiche Arbeit vor: Der dargestellte 10-Jahres-Ausschnitt aus der gesamten sowjetischen Filmentwicklung ist außerordentlich signifikant und repräsentativ. (...) Nembach konnte in Moskauer Archiven, vor allem im ehemaligen KPdSU-Archiv, zahlreiche markante und lange sekretierte Führungsdokumente aus der engeren Parteiführung auswerten. Er hat keine vorgefasste These, die er zu beweisen sucht, sondern er geht weitgehend empirisch vor, indem er just jene Dokumente minutiös prüft und aus ihnen die jeweils prägenden Komponenten, d.h. die Absichten und Aktionen der Stalinschen Film- und Kino-Ambitionen, herausdestilliert, sie zueinander ordnet, daraus Schlussfolgerungen formuliert und Ergebnisse beschreibt. Das gelingt ihm schlüssig und plausibel. Tatsächlich gerät seine Strukturgeschichte so zur Politisierungs- und Indokrinierungsgeschichte. Da er zudem treffend zu formulieren weiß, liest sich die Arbeit insgesamt gut bis spannend. (...) Nembachs Arbeit wird auch von der deutschen Stalinismus- und Totalitarismus-Forschung zur Kenntnis genommen werden müssen, soweit sie an kulturellen Dimensionen ihrer Disziplinen wirkliches Interesse hat.

epd Film 9 / 2002:

Nembach, Redakteur beim Hessischen Rundfunk, schildert detailliert, wie das sowjetische Kino nach 1929 Schritt für Schritt in ein Propagandainstrument zur Massenbeeinflussung verwandelt wurde.

Helena Srubar in "Jahrbücher für Geschichte Osteuropas" 52 (2004) H. 2, S. 296:

Insgesamt handelt es sich um eine informative, solide gearbeitete historische Studie zur politisch motivierten Umgestaltung der Kinoindustrie im frühen Stalinismus, die sicherlich vor allem für diejenigen, die sich einen ersten allgemeinen Überblick zu dieser Thematik verschaffen möchten, von großem Nutzen ist.



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