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Bernard Dieterle (Hrsg.)
Träumungen

MEDIENwissenschaft 3 / 1999:

Der vorliegende Band (...) versammelt Einzelanalysen zu filmischen wie literarischen Traumdarstellungen, die auf ein 1997 an der Hochschule für Film und Fernsehen in Potsdam-Babelsberg abgehaltenes Symposium zurückgehen. (...) Den versiert und anspruchsvoll geschriebenen Texten (gelingt es) unbestreitbar, das Forschungsterrain zum Thema eindrucksvoll abzustecken. "Träumungen" bleibt somit das Verdienst, Perspektiven und erste Instrumentarien für ein faszinierendes und ertragreiches Feld künftiger Arbeiten skizziert und zuvorderst Lust auf eine weitergehende Beschäftigung mit filmischen Traumdarstellungen geweckt zu haben.

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Die Auseinandersetzung mit dem Phänomen des Traumes - insbesondere durch Sigmund Freud und C. G. Jung - ist eine der zentralen geistigen Errungenschaften dieses Jahrhunderts. Auch die Künste haben sich ausgiebig damit beschäftigt. In fünfzehn Aufsätzen geht der vorliegende Reader der "spezifischen Rolle" des Traumes, seiner Erscheinungsweise, seinen Funktionen und technischen Möglichkeiten in Film und Literatur nach. Der Surrealismus, die wichtigste künstlerische Strömung, die sich mit dem Traum auseinandersetzte, taucht in mehreren Beiträgen auf. (... ) Filmtheoretische Auseinandersetzungen mit dem Film-Traum finden sich in den ersten vier Aufsätzen. (...) Literarische "Träumungen" werden am Beispiel der deutschsprachigen Autoren Hermann Hesse, Franz Kafka, Georg Trakl und Arno Schmidt untersucht. Insbesondere die Ausführungen zu Kafka laden zu einem Vergleich mit kafkaesken filmischen Traumdarstellungen (z.B. Steven Soderberghs "Kafka") ein. Entsprechend intermedial geht nur Bernard Dieterle, der Herausgeber des Bandes, in seinem Text zu Arthur Schnitzler und einer Verfilmung von Karin Brandauer vor.

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